LM M/F und U18

Hallen-Landesmeisterschaften: Simon Bäcker holt Titel über 3000m

Am 18./19. Januar wurden in Hamburg die Landesmeisterschaften für die Erwachsenen und Jugend U18 ausgetragen.

Ein Landesmeistertitel, zwei Silbermedaillen und drei Bronzemedaillen sowie zahlreiche neue persönliche Bestzeiten waren die Ausbeute der SG an diesem Wochenende.

Den einzigen Landesmeistertitel holte Simon Bäcker im 3000m Lauf der Männer. Nach verhaltenem Beginn wurde es auf dem letzten Kilometer immer schneller. In der letzten Runde ging Simon an die Spitze und setzte sich mit einem unwiderstehlichen Schlussspurt von seinen Verfolgern ab. Im Ziel blieb die Uhr bei einer neuen persönlichen Bestzeit stehen: 8:33,78! Dahinter erzielten die anderen Kronshagener Läufer hervorragende Zeiten: 4. Tim Edzards (8:35,74), Lars Schwalm (8:51), Yannick von Soosten (8:54), Vilmos Tomaschewski (8:57) und Philipp Rusch (9:00).

Eine tolle Steigerung erlebte Berit Mues im 800m Lauf der Frauen. Sie blieb mit 2:17,46 erstmals unter 2:20 und belegte damit einen hervorragenden 3.Platz. Ihre Teamkolleginnen Wiebke Frank und Jasmin Karthaus zeigten ebenfalls starke Leistungen und blieben in 2:26,49 (Platz 5.) und 2:29,83 (Platz 7) unter der Grenze von 2:30 min. Über 400m erkämpfte Berit sich in 60,27 sec den vierten Platz.

Ebenfalls auf den 3.Platz kam Nicole Adler über 3000m der Frauen. Mit 10:17,44 lag sie nur 7 Sekunden über ihrer Freiluftbestzeit. Nele Wellbrock kam als Sechste in 10:40 sogar bis auf 4 Sekunden an ihre Freiluftbestzeit heran. Auch Corinna Beck schlug sich mit 10:42 einen Platz dahinter achtbar.

Im 800m Rennen der Männer holte sich Neuzugang Miguel Daberkow Bronze in 1:58,69. Dafür, dass der Fokus im Moment auf der Verbesserung des Ausdauerniveaus liegt, ist das eine ordentliche Zeit. Lukas Meier, der noch der Jugendklasse angehört wurde Sechster mit 2:01,09.

Auf der 1500m Strecke verpasste Simon als Vierter knapp den Sprung aufs Podest. In 4:06,44 min blieb er knapp über seiner Bestzeit.

Die Staffeln sind immer ein spannender Abschluss des ersten Meisterschaftstages. Die Männerstaffel der SG in der Besetzung Balke, Berszuk, Heruth und Raschdorf holte sich die Silbermedaille. In 1:34,60 lag man etwa eine Sekunde hinter der siegreichen Staffel der TSG Bergedorf.

Die Frauen holten sich Bronze in der Besetzung Lange, Woch, Fitza und Mattern.

Die einzige Medaille, die nicht im Laufbereich erkämpft wurde, sicherte sich Neuzugang Lionel Coetzee. Trotz Oberschenkelverletzung sprang er mit 6,93 m bei den Männern im Weitsprung zu Silber. Ohne Verletzung hätte er auch in die Medaillenvergabe über 60m und 200m eingreifen können.

Erfreuliche Leistungssteigerungen erzielte die 15-jährige Julia Fitza im 200m Lauf mit 27,01 (8.Platz) und Nike Kluck im Kugelstoßen der weiblichen Jugend U18 10,49m (11.Platz).

Landesmeisterschaften in der Halle U 16/U 20

 

Mit 4 Mädchen fuhr ich am Samstag, den 11.1.2020 zu den Landesmeisterschaften nach Hamburg. Leider dezimierte sich die Gruppe im Vorfeld krankheitsbedingt, so dass es nicht mehr zur Debatte stand, wer am Ende die 4x200m Staffel laufen sollte. Doch zunächst war es für alle das erste Mal, die Hamburger Leichtathletikhalle überhaupt betreten zu haben und somit ein ganz neuer Blickwinkel auf Hallenleichtathletik und dass dies überhaupt möglich ist.

Es begann mit den 60m Vorläufen, an denen alle 4 Athletinnen beteiligt waren. Linnea Meichßner mit 8.89 Sek und Line Schomann mit 8,90 Sek. gelang der erfreuliche Einzug ins B-Finale. Dort konnten sich beide noch einmal steigern. Linnea belegte in 8,83 sec den 3.Platz und Line in 8,89 sec den 4.Platz

Natürlich gestaltete sich der Weitsprung als schwierig, da die Trainingsbedingungen im Winter in Kiel nicht optimal sind. Zudem ist die Absprungzone ab sofort tabu und es gilt vom Brett abzuspringen. Line gelang dies sehr gut und sie konnte mit 4,44m zufrieden sein, es bedeutete Platz 7. Sophia musst mit 4,02m leider im Vorkampf ausscheiden.

Für Sophia standen auch noch die 800m auf dem Programm. Durch den Massenstart und damit verbundenen Drängeleien viel sie am Anfang leider etwas zurück, kam aber dann gut ins Rennen und kämpfte sich mit guten 2:43,83 Min. auf den 5. Platz.

So stand nun also am Ende des Tages die 4x200m Staffel auf dem Programm. Der Höhepunkt und natürlich die Aufregung, alles richtig zu machen. Ein paar Mal wurde genau erklärt, wer wo zu stehen und zu laufen hat und die Taktik gesprochen. Mit einer starken Laufleistung verbunden mit lautstarken Anfeuerungsrufen gelang es mit einer tollen Teamleistung am Ende Line Schomann, Linnea Meichßner, Tabea Leff und einer angriffslustigen Sophia Dellien die Bronzemedaillen mit nach Hause zu nehmen und 2 Hundertstel vor Klausdorf auf dem Siegerpodest zu stehen.

Leider fehlten bei der wirklich kurz im Anschluss stattfindenden Siegerehrung 2 Mannschaften. Hier sollte man drüber nachdenken, ob dieses nicht noch zur Disziplin gehört, dann hätten wir bei Disqualifikation sogar die Silbermedaille.

Am nächsten Tag fuhr Philipp mit dem Trupp nach Hamburg. Hier standen zunächst die gefürchteten Hürden auf dem Programm. Hier belegte Line Schomann den 9. Platz in der SH Wertung. Pech hatte Linnea Meichßner durch einen Strauchler, der sie zurückfallen ließ. Tabea zeigte sich im Vergleich zur Sommersaison stark verbessert und lief knapp 2 sec schneller. Alle erzielten dabei neue Bestzeiten.

Sehr freuen konnte sich Line allerdings mit einer tollen Hochsprungleistung von 1.51 m, der ihr zu einer Bronzemedaille verhalf. In einem spannenden Wettkampf übersprang Line bis auf bei 1,48m alle Höhen im ersten Versuch, was ihr nachher den Vorteil gegenüber der Höhengleichen Eutinerin brachte.

Beim Kugelstoßen war am Ende dann doch die Luft raus. Aber das ist auch verständlich. Alles in allem war es doch ein gelungenes Wochenende und spannend in einer so schönen Halle einen Wettkampf zu absolvieren. Der für die Kieler leider doch manchmal etwas weit weg ist und es leider wohl hier auch so eine Halle nicht geben wird.

Julia Sophia Fitza startete leicht angeschlagen nur über die 200m und belegte mit 27,04 Sek. Den 12. Platz.